„Nichts in der Biologie ergibt Sinn, ausser im Licht der Evolution betrachtet.“
Der Evolutionsbiologe Theodosius Dobzhansky (1900-1975) weist darauf hin, dass alles im Leben (das altgriechische Wort Bio bedeutet nichts anderes) nur dann Sinn macht, wenn es durch die Brille der Evolution betrachtet wird.
Wie konnte sich der Mensch, der sich gerne als Krone der Schöpfung bezeichnet, so weit von einem artgerechten Leben entfernen? Viele neuzeitliche Errungenschaften und vermeintliche Annehmlichkeiten gepaart mit unserer angeborenen Trägheit haben dazu geführt, dass wir uns immer weniger bewegen müssen, um unser Überleben zu sichern. Unglaubliche 4-5 Millionen Menschen (die halbe Bevölkerung der Schweiz) stirbt jährlich aufgrund von Bewegungsmangel, so Prof. Dr. Ingo Froböse, Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Sitzen wird schon länger in der Wissenschaft als das neue Rauchen betitelt. Bisweilen gibt es eine Reihe von Studien, die sich mit dem SEDS, was übersetzt «Sedentary Death Syndrom» oder deutsch «Tod durch Sitzen» befasst. Jeder vierte Mensch bewegt sich weltweit zu wenig. Die Folgen davon sind Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, manche Krebsarten sowie mannigfaltige andere Krankheiten. Mit zunehmendem Wohlstand steigt die Bewegungsarmut.
Erstaunlich ist, dass wir Menschen nur durch die Bewegung zu dem wurden, was wir sind. Unsere Vorfahren waren stets auf Achse. Motive wie Hunger und Durst, Kälte und Wärme, Angst oder Neugier setzten Homo Sapiens wortwörtlich in Bewegung. Unser Organismus ist von diesen Jahrtausende alten Umständen geprägt und entsprechend programmiert – auch heute noch. So setzt erst Bewegung die Bildung von Enzymen, Hormonen, Proteinen und Botenstoffen in Gang, die beispielsweise für eine sinnvolle Verstoffwechslung unserer Lebensmittel wichtig sind.
Bewegungsmangel indes wirkt inflammatorisch, also entzündungsfördernd und (niedrig gradige) entzündliche Prozesse in unserem Körper aktivieren das Immunsystem. Zytokine, unsere Entzündungsparameter werden als Folge davon beispielsweise im Fettgewebe, den Knochen, aber auch im Gehirn aktiv. Niedrig gradige Entzündungen sind oftmals schmerzlos und Betroffene realisieren die Tragweite häufig erst, wenn sich chronische Krankheiten wie Diabetes, Gicht oder Vergesslichkeit bemerkbar machen.
Die gute Nachricht ist die, dass die Entscheidung zur Veränderung jedem Einzelnen obliegt. Oftmals kann mit geringem Aufwand und etwas Fantasie spielerisch mehr Bewegung in den Alltag gebracht werden. Nebst dem Spaziergang zur übernächsten Bushaltestelle oder dem Vermeiden von Rolltreppen und Aufzügen können kurze Bewegungseinheiten wie Kniebeugen, Jumping Jacks oder Schattenboxen einen Anfang in ein bewegteres Leben sicherstellen. Häufigere, kurze Pausen helfen nicht nur das stundenlange Sitzen im Büro zu unterbrechen, sondern können zu wahren Geistesblitzen führen. Denn die Konzentration und Fokussierung auf eine anstehende Arbeit steigt nach diesen sogenannten «Sitting Breaks» merklich. Die Empfehlung liegt bei 4 Minuten nach einer Stunde oder 1-2 Minuten alle 30 Minuten. Als schöner Nebeneffekt verbraucht der menschliche Organismus während dieser kleinen Interventionen rund 2.5 mal mehr Energie, als im Sitzen.
Hinsichtlich unserer menschlichen Anatomie ist das viele Sitzen paradox. Unsere Spezies zeichnet sich durch einen aufrechten Gang und die damit verbundene Entwicklung aus. Der grösste Muskel im menschlichen Körper, der Musculus gluteus maximus, der unser Hüftgelenk streckt, verkümmert wortwörtlich bei unserem sitzenden Lebensstil. Die Folgen daraus sind wahrhaftig schwerwiegend – körperlich wie seelisch. So erstaunt es wenig, dass nach neusten Erkenntnissen über 60% der deutschen Bevölkerung an Schmerzen leidet, von Schlafproblemen sind rund 40% betroffen und zieht man den neusten Job-Stress-Index bei, so fühlen sich rund 30% der Schweizer Erwerbstätigen emotional erschöpft.
Das Sprichwort „you will lose it, if you don’t use it“ gilt sowohl für körperliche wie geistige Fähigkeiten. Höchste Zeit also, das Kind beim Schopf zu packen. Und genau hier kommt INKOBE∞ ins Spiel.
INKOBE∞ vereint die besten funktionalen Gymnastikübungen aus Konzepten wie Yoga und Pilates und ist eine integrative Lebensphilosophie, die tatsächlich die Welt verändern kann. Und wie das Leben selbst, entwickelt sich INKOBE∞ stetig weiter. Mittlerweilen sind über 50 Bewegungsabläufe zusammen gekommen. INKOBE∞ zeichnet sich durch eine hohe Effizienz, sofort sichtbare Effekte und die Einfachheit der Übungen, die zum grössten Teil ohne weitere Hilfsmittel erfolgen, aus.
INKOBE∞ ist zielgerichtet. Im Fokus liegt die funktionelle Aufrichtung, die durch den sitzenden Lebensstil mehr und mehr abhanden kommt. Bewegungseinschränkungen werden nach kurzer Zeit sichtbar verringert durch die Aktivierung des Lymphsystems, Muskeln und Faszien. INKOBE∞ unterstützt das Arthrosemanagement und kann Nervenschmerzen lindern sowie das neuronale System regulieren. Durch eine aktive Atemtechnik werden sowohl der Säure-/Basenhaushalt wie auch der Blutdruck positiv beeinflusst. Durch unterschiedliche Übungen zu bestimmten Tageszeiten wird der menschliche Biorhythmus unterstützt. Die daraus resultierenden erholsamen Schlaf- und Erholungsphasen unterstützen wiederum die Regulation unseres Immunsystems. Zu guter Letzt kann das Zusammenspiel zwischen Psyche und Physis nicht genug betont werden. Mit anderen Worten: Haltung und Emotion gehen Hand in Hand einher. Die neu erlangte Beweglichkeit, Entspanntheit und die damit verbundene Schmerzlinderung spiegeln sich im Erscheinungsbild des Menschen wieder.
INKOBE∞ eignet sich für jedermann. Die Übungen werden der persönlichen Sportbiographie und Präferenz angepasst. Im Vordergrund stehen die Motivation, Neugier und Freude an der Bewegung. Einmal mehr geht es bei der Auswahl der Bewegungseinheiten darum, Verantwortung für sich und seinen Körper zu übernehmen, nach dem Motto – «zu unserer Natur gehört Bewegung, die vollkommene Ruhe ist der Tod».